Schnupfen bei Babys ist keine Seltenheit, stellt jedoch die Eltern oft vor eine große Herausforderung. Für Babys und Kleinkinder sind teilweise acht bis zwölf Erkältungsinfekte pro Jahr ganz normal. Das liegt an der Vielzahl an Erkältungsviren sowie daran, dass sich das kindliche Immunsystem noch im Training befindet.
Doch obwohl die Schnupfennase für die kleinen Patientinnen und Patienten beschwerlich sein kann, erfüllt sie eine wichtige Funktion: Der Schnupfen bedeutet einen wichtigen Reinigungs- und Abwehrmechanismus, um die Infektion so schnell wie möglich wieder loszuwerden.
Und Schnupfen bringt für Babys und Kinder auch einen Lerneffekt mit sich: Jede überstandene Erkältung liefert einen Trainingseffekt für das kindliche Immunsystem.
Da Schnupfen für Babys genauso unangenehm ist wie für uns Erwachsene, können Sie die typischen Schnupfen-Symptome normalerweise schnell zuordnen:
Am Anfang einer Verkühlung lässt sich beobachten, dass die kleinen Schnupfenpatienten sich häufiger räuspern, sich an den Hals greifen, ständig ihre Nase reiben und niesen. Viele Kinder wirken schlapp und müde, etwas ältere Kinder kommunizieren, dass ihnen kalt ist.
In der nächsten Phase startet der wässrige Fließschnupfen: Durch die viral ausgelöste Entzündung wird mehr Schleim gebildet und die Nasenschleimhaut schwillt an. Oft röten sich auch die Augen und das Kind fühlt sich allgemein nicht wohl.
In Phase drei wird das Nasensekret immer dickflüssiger und verfärbt sich grünlich oder gelblich. Durch den zähen Schleim und die geschwollenen Schleimhäute kann das Kind schwer atmen und schläft unruhig.
Gleichzeitig treten oft weitere Symptome wie Schluckbeschwerden, Halskratzen, Hustenreiz, Kopfschmerzen oder leichtes bis mäßiges Fieber auf.
Beim Schnupfen bei Babys kommt hinzu, dass ihre Atemfunktion schwer beeinträchtigt ist – denn Babys atmen fast ausschließlich über die Nase.
Ältere Kinder können zusätzlich an entzündeten Nasennebenhöhlen (Sinusitis) leiden.
Als Anzeichen gelten:
Die Erkältungsviren finden ihren Weg in die kindlichen Atemwege sowohl durch die Weitergabe mittels Tröpfcheninfektion, zum Beispiel in Kindergärten oder Schulen, als auch direkt über verunreinigte Gegenstände wie Spielzeug.
Für Kinder gilt ein erhöhtes Risiko für Mittelohrentzündungen, da sich die Belüftungswege erst mit zunehmendem Alter weiten. Wenn die Ohrtrompete – die Verbindung zwischen Nasenrachenraum und Mittelohr – anschwillt, kann das zu einem stark schmerzenden Unterdruck mit nachfolgender Mittelohrentzündung führen. Schnupfen führt durch die Schleimhautverdickung und den Sekretstau bei ganz kleinen Kindern schnell dazu, dass die Verbindungsgänge blockiert sind.
Bei kindlichen Schnupfennasen bieten traditionelle Hausmittel meist eine gute und einfache Lösung.
In folgenden Situationen ist jedoch ein Arztbesuch zu empfehlen: